Hightex überdacht WM-Stadion
Der Membranspezialist Hightex hat sich bei der Vergabe für die Überdachung des bedeutendsten Stadions während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gegen internationale Wettbewerber durchgesetzt: Die Firma in Rimsting wird das «First National Bank Stadium» in Johannesburg, in dem unter anderem das Eröffnungsspiel und das Finale stattfinden, mit einer doppellagigen Membrankonstruktion überspannen.
Die Entwicklung des Daches wird von Rimsting aus gesteuert, wo der Schwerpunkt des operativen Geschäftes liegt.
Die Planungen für den Ausbau des 1987 erstellten Stadions in Johannesburg, das zur WM von 78000 auf 104000 Sitze erweitert wird, sehen ein architektonisch anspruchsvolles Dach vor. Es soll sich zum Blickfang und Markenzeichen der Weltmeisterschaft entwickeln.
Die Form erinnert an afrikanische Keramik und spannt damit den Bogen zur kulturellen Tradition des Gastgeberlandes. Das Dach wird ein Areal von über 50000 Quadratmetern überspannen. Es wird aus mit Fluorpolymer beschichteten Glasfasermembranen erstellt. Sie sind extrem langlebig und schaffen mit ihrer hohen Lichtdurchlässigkeit einen visuell und akustisch komfortablen überdachten Raum.
Hightex geht nach Angaben von Geschäftsführer Klaus-Michael Koch davon aus, dass sich durch den Auftrag für die Fußballweltmeisterschaft 2010 Folgeprojekte in Südafrika ergeben. Chancen auf dem Markt sieht Koch auch durch die Einbeziehung der ebenfalls in Rimsting ansässigen Unternehmenstochter SolarNext AG, die Membranbauten mit moderner Solartechnik vereint.
Der traditionelle Firmenstandort Rimsting nimmt trotz der internationalen Ausrichtung des Unternehmens eine wichtige Stellung in der Hightex-Gruppe ein. Nach umfangreichen Umstrukturierungen des Unternehmens und der 2006 erfolgten Gründung einer Holdinggesellschaft hat Hightex das Firmengebäude in Rimsting zurückgekauft. In der Halle, die mit ihren zwei Membranflügeln ein Symbol für die Ausdruckskraft des Membranbaus darstellt, wird auch das Dach für das Fußball-Weltmeisterstadion in Johannesburg entwickelt.
Der aktuelle Auftrag, der nach Unternehmensangaben ein Volumen von sieben Millionen Euro umfasst, setzt den Weg von Hightex als einer der weltweit führenden Anbieter von Membranbauten fort. Internationales Ansehen hatte sich das in den 50er-Jahren in Rimsting gegründete Unternehmen unter anderem mit der Realisierung des Daches für das sanierte Berliner Olympiastadion und für den neuen Bangkoker Flughafen erworben. re

























