Unbürokratische Hilfe geleistet

Flintsbach – «Die Gemeinde Flintsbach hat in der Vergangenheit jedem finanziell in Not geratenen Bürger bei Anfrage schnell und unkonventionell geholfen.

» Das betonte Bürgermeister Wolfgang Berthaler gestern im Zusammenhang mit dem Fall einer Hartz IV-Empfängerin, die wegen eines Computerfehlers ihre Monatszahlung nicht bekommen hatte (wir berichteten).
Im geschilderten Fall habe ihn der 15-jährige Sohn der Betroffenen am Freitag um 19.20 Uhr, zehn Minuten vor dem Weihnachtskonzert der Gemeinde, vor der «Alten Post» angesprochen: Er habe Hunger, aber seine Mutter und er hätten kein Geld und kein Essen mehr, so der Bürgermeister. «Daraufhin ging ich mit ihm zu einem Würstelstand und sagte, er solle sich vorab auf Kosten der Gemeinde satt essen.»

Gleichzeitig habe er ihm seine Telefonnummer gegeben und gesagt, die Mutter solle ihn am Samstagmorgen wegen der Regelung der finanziellen Verhältnisse anrufen. Ein Anruf sei jedoch weder am Samstag noch am Sonntag erfolgt. Am Montag habe er nach einer Anfrage der OVB-Redaktion bis zum Eingang der Hartz-IV-Unterstützung eine nicht rückzahlbare Unterstützung zugesagt, wovon 50 Euro unverzüglich an die Frau ausbezahlt worden seien.

Berthaler: «Für mich stellen sich nunmehr vier Fragen: warum ein 15-Jähriger die finanzielle Situation seiner Familie regeln muss, warum der finanzielle Notstand erst am Freitag um 19 Uhr absehbar wird, warum die angebotene Hilfe am Samstag und Sonntag nicht in Anspruch genommen wird und warum das OVB Kontakt mit der Gemeinde aufnimmt und nicht die betroffene Person.» Die alleinerziehende Mutter, habe sich bisher mit ihm noch nicht in Verbindung gesetzt. re

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